02. Jun 2026
Am Samstag, 30. Mai 2026, durften wir ein ganz besonderes Doppeljubiläum feiern: 300 Jahre Kirche und 60 Jahre gelebte Ökumene. Ein Tag, der eindrücklich zeigte, wie lebendig, vielfältig und verbindend kirchliches Miteinander sein kann.
Eindrücke des Jubiläumsfests in Oetwil am See
Bereits am Nachmittag herrschte rund um die Kirche eine frohe und einladende Atmosphäre. Besonders die Kinder kamen auf ihre Kosten: Beim Schminken, Türme bauen, Geschichten hören oder auf der Hüpfburg war für Spiel, Kreativität und Begeisterung gesorgt. Das reichhaltige Kinderprogramm brachte viel Leben auf das Festgelände und liess Gross und Klein miteinander lachen und entdecken.
Den Höhepunkt bildete der ökumenische Gottesdienst mit Pfarrer Stephan Krauer und Diakon Martin Oertig. In seiner Predigt nahm Stephan Krauer die Zuhörenden mit in die Geschichte des Kirchenbaus und spannte den Bogen bis in die Gegenwart. Mit Blick auf Psalm 127 machte er deutlich: Gott ist das Fundament, auf dem diese Kirche über Generationen hinweg gewachsen ist – und auf dem viele Menschen mit ihrem Glauben und Engagement weitergebaut haben.
Diakon Martin Oertig griff das Wort des Apostels Paulus aus dem 1. Korintherbrief (12,12–14) auf: Christus ist das Haupt, wir alle sind Glieder. Er stellte die beiden Jubiläumszahlen in einen grösseren Zusammenhang und sagte: 300 Jahre Kirche Oetwil und 60 Jahre Ökumene sind zwei Zahlen – und doch erzählen sie eine gemeinsame Geschichte. Eine Geschichte von Menschen, die geglaubt, gesucht und ihren Weg miteinander gegangen sind.
Dabei führte er weiter aus: Ökumene bedeutet nicht, dass wir alle gleich werden. Ökumene heisst vielmehr, gemeinsam auf Christus zuzugehen – im Hören, im Suchen und im Entdecken dessen, was Gott in den anderen gelegt hat. Nicht das Trennende steht im Mittelpunkt, sondern der, zu dem wir gehören: Christus. Indem wir einander Raum geben und die Gaben des anderen als Geschenk erkennen, wächst Gemeinschaft.
Der Gottesdienst wurde von vielen Vertreterinnen und Vertretern beider Kirchen mitgestaltet und erhielt dadurch eine besondere Tiefe und Vielfalt. Auch die Musikband trug mit ihren Beiträgen wesentlich zur festlichen und lebendigen Atmosphäre bei.
Im Anschluss wurde das Fest im Freien weitergeführt: Bei grillierten Würsten, frischer Pizza, Salaten und einem feinen Dessertbuffet kamen die Menschen miteinander ins Gespräch. Das schöne Wetter lud zum Verweilen ein, und die herzliche Stimmung machte spürbar, was dieses Jubiläum auszeichnete: Gemeinschaft, Freude und Verbundenheit.
So dürfen wir dankbar auf ein gelungenes Jubiläumsfest zurückblicken – ein Tag, der uns nicht nur an eine lange Geschichte erinnert hat, sondern uns auch neu als Gemeinschaft gestärkt und einander nähergebracht hat.
Martin Oertig, Diakon



